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Document Neu Panzer statt Personenwagen? Moralisches Dilemma der Zeitenwende

Die sicherheitspolitischen Veränderungen der „Zeitenwende“ wirken sich auf die deutsche Wirtschaft aus, besonders auf die Rüstungsindustrie, die wieder stärker in politische, gesellschaftliche und ökonomische Debatten gerückt ist. Es entstehen Zielkonflikte zwischen ökonomischer Rentabilität, gesellschaftlicher Verantwortung und moralischer Legitimation wirtschaftlichen Handelns.

Am Beispiel Görlitz wird dies besonders gut deutlich: Das Unternehmen Alstom verkauft den Waggonbau Görlitz an den Rüstungskonzern KNDS. Nach über 175 Jahren ziviler Produktion von Schienenfahrzeugen und Eisenbahnwaggons sollen in dem Werk zukünftig Panzer gebaut werden. Das sichert Arbeitsplätze, stärkt die industrielle Basis und dient den Sicherheitsinteressen, schafft jedoch ein ethisch belastetes Spannungsfeld. Die Transformation betrifft auch regionale Wertschöpfungsketten und Zulieferstrukturen und wirft Fragen zu den langfristigen ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen der Rüstungsproduktion auf. Dabei sind ethische Leitlinien, sorgfältige staatliche Kontrolle der Rüstungsexporte sowie transparente Kommunikation entscheidend für die gesellschaftliche Akzeptanz der Rüstungsindustrie.

In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler zunächst für die Spannungsfelder sensibilisiert, die mit der Umstellung eines zivilen Produktionsbetriebs auf einen Rüstungsstandort einhergehen. Die ethischen Konflikte werden auf individueller und gesellschaftlicher Ebene analysiert. Anschließend entwickeln die Lernenden fundierte Handlungs- und Kommunikationsstrategien, die sie in einem Elevator-Pitch präsentieren. Dabei verknüpfen sie analytisches Denken mit moralischer Urteilsbildung und praxisnaher Entscheidungsfindung. Abschließend reflektieren sie, inwieweit ökonomische Entscheidungen in sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten moralisch legitimiert und gesellschaftlich verantwortbar sind.

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Kurzinformationen

Themenbereich
Die Unternehmung
Zeitbedarf
2 -3 Unterrichtsstunden
Stufe
Sekundarstufe II
Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler … ‹

  • geben die ökonomisch-ethischen Spannungsfelder am Standort Görlitz wieder.
  • entwickeln eine Handlungsstrategie und begründen kritisch ihre Entscheidungen im Spannungsfeld von Ethik und Ökonomie.
  • präsentieren ihre Strategien praxisnah in einem Elevator-Pitch vor einem fiktiven Aufsichtsrat und üben so adressatenbezogene Argumentation und Entscheidungsfindung.
Methoden
Elevator Pitch, Positionslinie
Format
PDF-Datei
Schlagwörter
Rüstungsindustrie, Unternehmensethik, Wirtschaftsethik, Zeitenwende
Erscheinungsjahr
2026

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