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Lehrvideos für Lehrkräfte

MOOL Grundlagen der Verhaltensökonomik – hat der Homo oeconomicus ausgedient?

Inhaltsverzeichnis

Das ökonomische Standardmodell des Homo oeconomicus mit seiner Grundannahme des rationalen Nutzenmaximierers ist spätestens seit der jüngsten Finanzkrise verstärkt in die Kritik geraten. Was kann das Modell leisten und wo stößt es an seine Grenzen?
 
In seinem Videovortrag beleuchtet Prof. Dr. Mario Mechtel ökonomische Entscheidungen zunächst aus der Perspektive des Homo-oeconomicus-Modells, um im Anschluss die Schwächen und mögliche Erweiterungen des Modells aufzuzeigen. Dabei werden verschiedene verhaltensökonomische Experimente vorgestellt, deren Beobachtungen und Erkenntnisse im Widerspruch zu den Annahmen des Standardmodells stehen. So haben Menschen offensichtlich eine Präferenz für Fairness, sie verhalten sich zeitinkonsistent, indem sie sich Dinge für die Zukunft vornehmen und diese dann doch nicht tun, und sie bewerten Gewinne und Verluste in gleicher Höhe unterschiedlich. Zu Erklärung dieser Verhaltensmuster braucht es kontextspezifischere Modelle, wie z. B. die Prospect Theory. Doch auch das Grundmodell liefert weiterhin erstaunlich gute Prognosen.
 

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Unterrichtsmaterial zum Thema

Kurzinformationen

Themenbereich
Grundannahmen ökonomischen Denkens
Referent
Prof. Dr. Mario Mechtel
Zeitbedarf
30 Minuten
Literaturtipps
  • Bruttel, L.V./Stolley, F. (2017): Richard H. Thaler – Wirtschaftsnobelpreisträger 2017, Wirtschaftsdienst, ISSN 1613-978X, Springer, Heidelberg, Vol. 97, Iss. 11, pp 780-784.
  • Beck, Hanno (2014). Behavioral Economics: Eine Einführung. Springer Gabler, Wiesbaden.

  • Kahneman, Daniel (2016). Schnelles Denken, langsames Denken. Penguin Verlag, München.

  • Thaler, Richard (2018). Misbehaving: Was uns die Verhaltensökonomik über unsere Entscheidungen verrät. Siedler Verlag, München.

Schlagwörter
Besitztumseffekt, Diktatorspiel, Fairness, Homo oeconomicus, Ultimatumspiel, Verteilungsspiele
Erscheinungsjahr
2018